Hojehaus · Birgitt Wöllner

Kunst, Texte, Gestaltung

schondorf hhEndlich, endlich hat der Wind seine Bissigkeit abgelegt und säuselt sanfter in den Zweigen.

Stirn und Ohren riskieren keine Erfrierungen mehr, wenn man sie länger als eine halbe Stunde draußen herumträgt.
Tollkühn hat man hi und da schon die Mütze zuhause gelassen - hoffend, dass man nicht den Preis für diesen Schlendrian bezahlen muss...
Farbe ist in das herrliche Draußen zurückgekehrt - noch nicht das unbändige Maigrün, das vor Lebensfreude und Fruchtbarkeit strotzt, sondern ein zartes Aprilgrün, das wie ein zurückhaltender Rahmen für die bunten Frühjahrsblüher wirkt.

Man merkt schon, ich schwärme.
Ich stecke die meiste Zeit des Tages in irgendeinem Blumenbeet - beide Arme bis zum Ellenbogen in der dunklen Erde - lockere, grabe, schneide zu, jäte. Tomaten und Paprika schlafen noch in kleinen Saatkistchen im Gewächshaus - die Rote Beete Kinder sind dagegen schon erwacht und stehen auf ihrem roten Beinchen tatendurstig in den Pikiertöpfchen.
Natürlich müssen sie sich noch ein wenig in Geduld üben, bis sie nach draußen dürfen.
Noch drohen Fröste, der Winter schäft noch nicht!

Ich dagegen kann schon wieder raus und meiner Vorliebe für die "Pleinair Malerei" fröhnen!
Ein dankbares Motiv ist dafür natürlich der Ammersee!
Etwa eine dreiviertel Stunde mit dem Auto, und schon riecht, sieht, schmeckt man ihn! Seeluft ist eben etwas ganz Besonderes!

Seelicht auch... - was bin ich also froh, dass wir die frostigen Zeiten hinter uns gelassen haben!