Hojehaus · Birgitt Wöllner

Kunst, Texte, Gestaltung

mohnbeetDer Mai ist fast vorüber, der Juni steht schon in der Tür!
Den Abschied vom geliebten Mai versüßt die Mohnblüte...

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Zart sind die Blütenblätter, beinahe transparent - aber sie trotzen jedem Schauer, jedem Gewitter, jeder sommerlichen Böe.
Zu Boden fallen sie, wenn ihre Zeit gekommen ist, nicht eher.
Zerknittert und unordentlich quilt das Mohnkleid aus dem Knospenmantel, der unachtsam auf den Boden fallengelassen wird. Weit entfaltet sich die leuchtende Pracht und kokettiert mit der mohnroten Knitterseide.

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Im Inneren trägt ein runder, stabiler Kopf einen vollen Bart aus dunklen Staubfäden. Ob es deswegen wohl "DER Mohn" heißt?

 

 

 

 

Der Mohn ist ein kooperativer Partner:
Er entzieht sich nicht dem Maler, der mit Farbe und Pinsel vor ihm steht.
Die Farben, die Formen - kein überflüssiger Schnickschnack. Das Nötigste eben, in einer einprägsamen Farbe - mohnrot.
Punktum.

Ich mag diese Unverblümtheit sehr.
Deswegen muß ich ihn immerzu malen, oder fotografieren, den Mohn.
Und er läßt sich das bereitwillig gefallen...

- kommt gut durch den Tag!

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